28 September 2007 bis 12 Januar 2008

"Luft - poetische Qualitäten und turbulente Höhepunkte"

Vielfalt eines Nichts

Ausstellungseröffnung: Samstag 29.9. um 19 Uhr
 
 Die Luft, nur scheinbar ein Nichts, erweist sich als ein spannendes Thema, das die Kunst zu einer Fülle überraschender Deutungen herausgefordert hat, die in der Ausstellung sichtbar werden, u.a. mit Werken von Thomas Bretl-Salzburg, Martin Klimas-Düsseldorf, Werner Reiterer-Wien, Gerold Tusch-Salzburg, David Moises-Wien, Dorothee Golz-Wien., Simone Decker-Frankfurt, Hans Hemmert-Berlin, Dreamspace-England, Thomas Kühnapfel-Köln, Ursula Palla-Zürich, Cornelius Burkert&Kristine Tornquist-Wien
 
 Live-Performance "Raumforderung" von Cornelius Burkert & Kristine Tornquist.

 siehe www.youtube.com/watch


 
 
 Wie kann etwas, das sich als ein Nichts, als etwas Unsichtbares darstellt, zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung werden?
 Die Kunst versteht die Luft als etwas Existenzielles, ohne sie gibt es kein Leben. Zudem war und ist der Raum zwischen Erde und Himmel erfüllt von mythischen Vorstellungen. Luftwesen wie die Engel bevölkern diesen Raum. Putti rasten gelegentlich auf einer Wolke. Und die technischen Errungenschaften, mit deren Hilfe der Mensch diesen Raum zu erobern trachtet – von Ikarus bis zu den Spaceshuttles -, stellen eine weitere Herausforderung für die Kunst dar. 
 Wenn der Traum vom Fliegen auch wahr geworden ist, so ist die Rückkehr zur Erde doch unabdingbar. Auch dies ist von Künstlern thematisiert worden.
 Wolkenformationen, die als skulpturale Luftgebilde erscheinen können, bilden unmittelbar in der Luft wirkende Kräfte und Strömungen ab. Zugleich sind sie Projektionsfläche für transzendente und mythologische Phantasien. ...
 In Form des Windes entwickelt Luft teils nutzbare Energie – siehe von Alfred Kubin dargestellte Windmühlen -, sondern auch zerstörerische Wucht.
 Mit Montgolfiere begann der technische Vorstoß in den Luftraum. Er kann aber nicht nur mittels Ballons, Luftschiffen, Flugzeugen und Raketen erfolgen, sondern auch auf magische Weise wie zum Beispiel mit Hilfe eines fliegenden Teppichs.
 Die KünstlerInnen setzten sich mit dem Thema in verschiedenen Medien und oft auf sehr komplexe Weise auseinander. So ist in der Ausstellung eine Fotografie einer an der Decke schwebenden Puppe des österreichischen Künstlers Werner Reiterer zu sehen, die genau den Körperproportionen des Künstlers entspricht. Von einer Presslufttasche, die als eine Art Ersatzballon dient, führt ein Schlauch zum Mund der Puppe. Der Vorgang des Atmens nötigt den Menschen zu einem permanenten Austausch mit der Umwelt. ...
 
 (Text: Ausstellung in der Galerie Schloss Mondsee 
 23. Juni bis 16. September 2007)
 Dr. Werner Thuswaldner
 
 Ausstellungskonzept: Dr. Eleonora Louis
 Kunstbeirat: Dr. Peter Assmann, Dr. Eleonora Louis, Mag. Martina Schoberleitner, Dr. Werner Thuswaldner
 Projektleitung: Mag. Andrea Hofinger
 
 Zur Ausstellung in der Galerie Schloß Mondsee erschien der Katalog: 
 „Luft - poetische Qualitäten und turbulente Höhepunkte“ (19,- Euro)

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