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Luftwerken: Der dicke rote Bauch geht auf Reisen…
06.02.2010
Luftsamstag . Luftsamstag . Luftsamstag
Günter Dollhopfs dralle, pralle und aufgeblasene Gebilde, die momentan im Luftmuseum ausgestellt sind, bilden die Grundlage für Landschaftscollagen aus verschiedenen Papieren und Bildfragmenten. Wir werden erst die Ausstellung anschauen, etwas über den Künstler erfahren und anschließend im fliegenden Klassenzimmer selbst einen kleinen Werksversuch starten.
Für große und kleine Leute zwischen 5 und 15 Jahren. Samstag, 06.02., von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr Max. 10 Teilnehmer Malkleidung!!! Und evtl. Trinken mitbringen Anmeldung bei Michaela Peter, 0179/ 9628089 Teilnahmegebühr nur 2,-
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"Flug Körper" Günter Dollhopf, Grafik und Malerei der 70iger und 90iger Jahre
Einführung: Michaela Grammer, Musik: Intim DJ Cpt. Schneider, München
30.01.2010 - 25.04.2010
"Flug Körper"– Günter Dollhopf im Luftmuseum Als in den 1960er Jahren die künstlerische Karriere des 1937 in Nürnberg geborenen Günter Dollhopf beginnt, führt eine Gruppe junger amerikanischer Künstler einen Feldzug gegen die gestische Malerei des abstrakten Expressionismus und des Informel. Pop Art, Fluxus und Environmental Art schöpfen aus dem amerikanischen Konsumalltag, der Werbung und negiert jegliches Vokabular traditioneller Kunstsprache, außer vielleicht der des Dadaismus. Man protestiert , politisiert, enthemmt und entkleidet sich, veranstaltet Happenings und Performances, hält in schockierenden Aktionen der Gesellschaft – auch der Kunstgesellschaft - einen Spiegel vor. Kurz, man macht alles, nur nicht Kunst-Werke im traditionellen Sinne. Der junge Dollhopf schaut sich das an, interessiert sicherlich, auch amüsiert, aber er geht ganz klar einen anderen Weg. Er will nicht laut und politisch sein, er möchte sich nicht nackt in Flüssigkeiten wälzen, aber auch die deutsche Pop Art scheint ihm zu kühl, zu distanziert. Der junge Meisterschüler der Akademie der Bildenden Künste in München bleibt „in„ der Kunst, im Handwerk. Die klassischen Aufgabenstellungen und Themen wie Körper und Raum, Volumen und Fläche, Farbe und Form und nicht zuletzt Sinnlichkeit und Magie - das sind seine künstlerischen Mittel und Werkzeuge. Scheinbar ohne direkte Vorbilder, die fundamentalen Anklänge an Picasso, Cezanne und den Surrealisten Max Ernst einmal beiseite lassend, schafft Dollhopf ein völlig neues Universum phantastischer Körperwesen. Meist gesichtslose Gliedmaßenskulpturen und Körperberge formen sich zu bizarren Wesen: Voluminös, drall, sinnlich, bedrohlich, lustig. Die Farben scheint Dollhopf häufig aus der Palette italienischer Renaissancemaler entnommen, prall und sinnlich, bedeutungsschwer und meist der sakralen Thematik vorbehalten. Der altmeisterliche Techniker Dollhopf vermeidet in dieser frühen Zeit einen persönlichen Duktus, trägt die Farbe lasierend auf oder enthebt durch die Drucktechnik der Lithographie die drallen Formen ihrer Materialität und Stofflichkeit. Sie scheinen wie aufgeblasen, dünne Häute gefüllt mit Luft, manchmal tatsächlich schwebend wie ein Zeppelin über der Stadt Nürnberg. Deshalb passen sie in ihrer scheinen Schwerelosigkeit in das Amberger Luftmuseum, obwohl der Meister selbst schon zu den ganz großen künstlerischer Schwergewichten zählt. (Michaela Grammer)
Ausstellungseröffnung Samstag 30.01.2010, 19.30 Uhr
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Spätmittelalterliche Kirchen in Bayern
Handzeichnungen des Architekturhistorikers und -zeichners Dr. Pablo de la Riestra
28.11.2009 - 28.03.2010
Ausstellungsbegleitender Vortrag von Pablo de la Riestra : Freitag 22.01.2010, 19 Uhr, Eintritt 4,-
60 Kirchen aus ganz Bayern, gezeichnet in Tusche und handcoloriert. Dokumentiert ist jeweils die aktuelle Gestalt der Kirchenbauten.
Ausgestellt in der gotischen Hauskapelle des Luftmuseums.
SPÄTMITTELALTERLICHE KIRCHEN IN BAYERN Die Reihe der Zeichnungen versucht neues Licht auf die Bestände der sakralen Architektur der letzten drei Jahrhunderten des Mittelalters bis ca. 1530 zu werfen. Obwohl das heutige Bayern historisch nicht mit dem mittelalterlichen übereinstimmt (Salzburg fehlt, Franken und Schwaben sind bekanntlich sehr spät dazu gekommen) hat sich das Vorurteil verfestigt, das Land habe pauschal einen ausgesprochenen barocken Charakter. Dies verzerrt das kunsthistorische Bild des Freistaates, alle deren Teile - alt- wie neubayerische - von den großartigen Leistungen der gotischen Zeit überdeutlich Zeugnis abgeben. Dies trifft auf das unbeirrte Wahrzeichen Münchens, die Frauenkirche, genauso wie auf die Stadtlandschaft von Regensburg und Nürnberg, aber auch die Augsburger Altstadt ist ohne die Umklammerung durch den gotischen Dom und die großartige spätgotische Basilika St. Ulrich undenkbar, ungeachtet des Renaissancerathauses in der Stadtmitte. Und der Passauer Dom und die Klosterkirche Ettal verbergen einen weitgehend erhaltenen gotischen Kern - es waren die Brände, die eine Totalbarockisierung erst ermöglichten. Der Beitrag der Gotik Bayerns ist europaweit gesehen von hervorragender Bedeutung. Dies betrifft weniger die berühmte und auch zu seiner Zeit hoch angesehene Bauhütte am Regensburger Dom, die Frankreich zu sehr verpflichtet war, als die großartigsten Lösungen der Landshuter und Salzburger Spätgotik, die vorbildhafte Martinskirche in Amberg, die drei unvergleichlich schönen Hauptkirchen Nürnbergs und die rabiat moderne Frauenkirche in München samt der Architektur eines Burkhard Engelberts in Augsburg. Sie gehören zum Besten und Originellsten, dass der Kontinent überhaupt hervorgebracht hat.
Samstag 28.11.2009, 18 Uhr
http://www.de-la-riestra.de/start.html
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